Junge Frau schaut auf ihr Smartphone: Mobiles Bezahlen - Vor- und Nachteile
Uriel Mont / Pexels

Mobiles Bezahlen: Der Abschied vom Bargeld?

Ist das der Abschied vom Bargeld? Bezahlst du auch schon mit dem Smartphone? Das sind die Vor- und Nachteile von Mobile Pay!

Bye, bye Geldbörse! Ist das Ende des Bargelds gekommen?

Bereits sechs von zehn Deutschen bezahlen kontaktlos – mit ihrem Smartphone oder einer Karte. Das ist das Ergebnis der Postbank Digitalstudie 2022. Inzwischen sind es wahrscheinlich mehr. Vor allem die unter 40-Jährigen nutzen es: 71% von ihnen zahlen digital. Kein Wunder, denn es ist ja auch total praktisch: Statt beim Bäcker im Kleingeldfach rumzuwühlen oder am Fahrkartenautomaten beim Münzeinwurf Zeit zu verschwenden, zückt man einfach schnell das Smartphone und lässt den Chip zahlen. Und das Handy ist ohnehin immer dabei, oder? Für Beträge bis 50 Euro müssen sich Kund:innen noch nicht einmal per Geheimzahl legitimieren, ab 50 Euro dagegen schon. 

So funktioniert mobiles Bezahlen per Smartphone

Um mit dem Smartphone zahlen zu können, brauchst du zunächst eine App. Die größten Payment-Anbieter sind Google Pay und Apple Pay. Sparkassen und Genossenschaftsbanken (also Volks- und Raiffeisenbanken) haben für Android-Handys eine eigene Bezahl-App entwickelt, die direkt mit dem Konto verbunden ist. Es gibt aber auch Kund:innen-Apps wie die Rewe-, Lidl- oder Edeka-App. Vorteil: Nutzt du die Supermarkt-Apps, kannst du gleichzeitig sparen und auch andere Services nutzen. Rabatte, Gewinnspiele, Bonuspunkte sammeln, die man später einlösen kann. In der App muss eine Bankkarte, zum Beispiel deine Kreditkarte – die gibt’s inzwischen sogar virtuell –, hinterlegt sein. Nachteil der Supermarkt-Apps: Hier schreiben Datenschützer:innen auf. Denn jeder Einkauf wird registriert, Daten werden gesammelt, um auf spezielle Vorlieben Angebote zuschneiden zu können.

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Zahlen mit Smartwatch, Trackern und Wearables

Bei Smartwatches gilt dasselbe Prinzip wie bei Smartphones. Für fast alle Zahlungsvorgänge mit Smartphone oder Smartwatch müssen die Geräte mit einem NFC-Chip ausgestattet sein. NFT heißt auf Deutsch Nahfeldkommunikation, ermöglicht also den Austausch von Daten zwischen der Geldkarte oder dem Smartphone mit einem Kartenlesegerät. Seit Kurzem gibt es übrigens auch die Möglichkeit, mit Schmuck zu bezahlen: Der sogenannte Pago-Ring ist aus Keramik gefertigt und bildet quasi die Brieftasche am Ringfinger. Es ist weder nötig, den Ring mit Strom aufzuladen, noch muss das Smartphone mitgenommen werden. Auch andere Wearables sind inzwischen zahlbereit: Zum Beispiel ein Schlüsselanhänger von Vimpay Go oder Armbänder und Stifte, die über das System von Fidesmo Pay verfügen.

Wie sicher ist mobiles Bezahlen?

Die NFT-Technologie gilt übrigens als ziemlich sichere Sache: Beim Bezahlvorgang darf der Abstand zwischen Lesegerät und Zahlmittel maximal vier Zentimeter betragen, um den Funk-Datentransfer auszulösen. Ein Drittgerät, das Daten abgreifen könnte, müsste also rein theoretisch genau in der Lücke zwischen dem Lesegerät und dem Karten- oder Smartphone-Chip positioniert werden. Der Chip ist also nicht das Problem. Hackerangriffe auf Smartphones können ein größeres Risiko darstellen. Schafft es ein Hacker, Zugang zu allen im Smartphone gespeicherten Daten zu bekommen, sind auch die Informationen im NFC-Chip betroffen. Egal, ob dein Smartphone gehackt oder gestohlen wurde oder du es verloren hast, du solltest sofort die Bank informieren, damit die NFC-Funktion umgehend gesperrt wird.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, wenn möglich, eine automatische Sperre der App einzurichten, die bei wiederholter Falscheingabe des Passworts oder einer TAN greift. Außerdem sollten zum Schutz der persönlichen Daten die nicht benötigten Zusatzfunktionen ausgeschaltet oder blockiert werden. Dies ist allerdings nicht bei allen Banking-Apps auf allen Betriebssystemen möglich. Zusätzlich wird empfohlen, die Bildschirmsperre des Gerätes mit PIN, Passwort, Fingerabdruck (Touch-ID) oder Gesichtserkennung (Face-ID) zu sichern.

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Vorteile von Mobile Pay

  • Inzwischen ist mobiles Bezahlen weit verbreitet. Bezahlen kannst du überall dort, wo das Zeichen mit den vier Funkwellen angebracht ist. Also nahezu überall, selbst beim Bäcker oder auf dem Wochenmarkt.
  • Kontaktloses Bezahlen ist hygienischer.
  • Es funktioniert schneller.
  • Alle einzelnen Transaktionen sind auf dem Gerät nachvollziehbar, sodass sich die Geldbewegungen insgesamt besser überprüfen lassen.
  • Mobile Payment bietet zusätzliche Sicherheitsfunktionen, wie biometrische Authentifizierung durch Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung oder auch Tokenisierung, um die Sicherheit der Transaktionen zu gewährleisten. Dadurch kann ein unbefugter Zugriff auf Daten vermieden werden. 

Nachteile von Mobile Pay

  • Erhöhte Konsumbereitschaft: Schnell das Handy gezückt – zack, bezahlt. Klingt gut, verlockt aber auch dazu, schnell mal was mitzunehmen, was man eigentlich gar nicht wirklich braucht. Du willst weniger Geld ausgeben? Wir haben 10 Tipps, wie das gelingt!
  • Überblick verloren? Wie viel hast du in diesem Monat schon ausgegeben? Um richtig Budgetieren zu können, solltest du regelmäßig deine Ausgaben kontrollieren.
  • Für Jugendliche wird das Zahlen abstrahiert, höhere Summen sind weniger greifbar.
  • Störung im Bezahlsystem? Das Café um die Ecke denkt, nur Bares ist Wahres? Akku leer? Wenn du gar kein physisches Geld dabei hast, kann es passieren, dass du den nächsten Geldautomaten aufsuchen musst.

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© Marcus Witte
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