Himmel über den Wolken: Zinsen steigen nicht mehr - was bedeutet das
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Die Zinsen steigen nicht mehr – was bedeutet das für mich?

Nach (kleinen) Höhenflügen in 2022 und 2023 steigen nun die Zinsen nicht mehr. Aber was bedeutet das für Sparer:innen und Kreditnehmer:innen? Francesca Barbera-Eckert von FemmeInvest erklärt es uns.

Unsere Finanzfrage im Januar: Das Ende der steigenden Zinsen ist da. Aber was bedeutet das eigentlich konkret für mich?

Worüber spricht man eigentlich so in der Finanzwelt? Was ist wirklich relevant und was bedeutet das für meinen eigenen Alltag? Einmal im Monat analysiert Francesca Barbera-Eckert von FemmeInvest für uns ein zentrales Finanzthema und überträgt es in die Praxis. Im Januar: Nach steigenden Zinsen kommt nun der große Stop. Vielleicht sogar eine Bewegung nach unten? 

Zinsen stagnieren – und jetzt?

Was ist passiert?

Die europäischen Leitzinsen bleiben bei 4.5% und steigen (vorerst) nicht weiter. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) seit Juli 2022 die Leitzinsen in Rekordtempo von null auf das heutige Niveau angehoben hatte, bleiben die Zinsen nun zum ersten Mal konstant.

Warum stiegen die Zinsen in der Vergangenheit?

Der Hauptgrund war die massiv gestiegene Inflation. Die Inflation stieg hauptsächlich infolge des Krieges in der Ukraine und der höheren Energiepreise an. Zinsen sind ein Medium, um der Inflation entgegenzuwirken, steigen die Zinsen, sparen wir mehr, denn Sparen wird wieder lukrativ. Sparen wir wieder mehr, konsumieren wir weniger und der Preisanstieg (Inflation) wird gebremst.

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Was ist eigentlich der Zinseszinseffekt? Kurz gesagt: Zinseszinsen sind Zinsen, die wir auf Zinsen erhalten. Und die können über einen längeren Zeitraum beim Vermögensaufbau fleißig mithelfen. Wir erklären dir, wie du den Zinseszinseffekt für deine Geldanlage nutzt.

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Warum ist das für mich (als Anlegerin) wichtig?

Zinsen haben einen großen Einfluss sowohl auf dich als Privatperson aber auch auf die Unternehmen, die dich umgeben und damit auch auf dein Investmentportfolio

Für Dich privat?
Es gibt wieder Zinsen auf die Bankeinlagen auf Deinem Giro- oder Sparkonto, Lange gab es das nicht, nun kannst du dir wieder Zinsen sichern und Sparen lohnt sich wieder. Als Sparer:in freust du dich also. 

Aber für Dich als Kreditnehmerin? Keine Branche ist vom Zinsniveau so abhängig wie die Immobilienbranche. Die Zinsen stiegen, damit wurden natürlich auch Hypothekarkredite teurer. Solltest du also einen Immobilienkredit brauchen, wirst du dich kaum über gestiegene Zinsen freuen. Wie du dir trotz hoher Zinsen eine Immobilie kaufen kannst? Tipps dazu gibt’s hier!

Und für Dich als Anlegerin? Unternehmen leihen sich auch Geld. Sie benötigen Kredite, um ihre Geschäfte zu finanzieren, um weiter zu wachsen oder um Innovationen voranzutreiben. Für sie sind steigende Zinsen schlecht, denn die Kredite werden teurer.

Zinshoffnungen beflügeln
Die Aktienmärkten jubeln nun also, weil die Zinsen nicht weiter steigen und voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres sinken – Kredite werden nicht noch teurer und es gibt wieder eine gewisse Planbarkeit. Die Marktteilnehmer:innen schauen also wieder optimistischer in die Zukunft. Steigt der DAX noch weiter? Diese Frage klären wir im Monat März!

Francesca Barbera-Eckert von FemmeInvest

Francesca-Barbera-Eckert von FemmeInvest

Wer bist du und was tust du?
Ich bin Francesca und begleite Frauen in die finanzielle Selbstbestimmung.
Mit Finanzcoachings gebe ich meinen Kundinnen das nötige Wissen & Selbstbewusstsein mit, um für sich selbst vorzusorgen und zu investieren.
Die drei wichtigsten Stationen in deinem Lebenslauf?
Meine wundervollen Jahre in Passau (BWL/ VWL Bachelor) und Madrid (Finance Master), in denen ich mir all das Wissen aneignen durfte, dass ich nun weitergebe.
Nun fast 10 Jahre in Zürich, das ein bisschen zu meiner Heimat geworden ist – zunächst bei einem großen Unternehmensberater, dann Vermögensverwalter und seit 2022 darf ich selbstständig mit meiner Firma FemmeInvest arbeiten.
Und natürlich die Geburt meiner beiden Söhne 2019 und 2020 – der Grund, warum ich FemmeInvest gegründet habe!
Warum hast du dich selbstständig gemacht?
Ich hatte eine tolle, spannende Karriere in der Finanzbranche, aber alles änderte sich, als ich Kinder bekam. Beim zweiten verlor ich meinen Job und musste umdenken. Für mich selbst investiere ich seit Jahren, nun auch für meine Kinder. Aber wie kann ich weiterhin für mich und sie vorsorgen? Und nach vielen Gesprächen mit Freundinnen und auch Familie wurde mir klar, wie wenige vorsorgen und für sich und ihr „Future Self“ investieren. Meine Mission ist es, genau das zu ändern und so viele Frauen wie möglich auf dieser Reise mitzureißen. Investiert in euch!
Dein erfolgreichstes Investment?
Grundsätzlich in meine Bildung – egal ob Finanzbildung durch mein Studium und meinen Job. Aber ich versuche mit stetig weiterzubilden, verbunden mit viel Neugierde.
Aktieninvestment? Definitiv Nvidia vor 3 Jahren – ein Aktienunternehmen, dass u.a. Chips herstellt.
Was wünschst du dir für 2024?
Eine FemmeInvest-Community, die stetig wächst und zeigt, dass wir alle auf dieser Reise nicht alleine sind.

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© Marcus Witte
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