Sonnenstrahlen: Investieren in Solarenergie
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Investieren in Solaranlagen: Riskant?

Grüne Geldanlagen boomen. Ist das Investieren in Solaranlagen jetzt wirklich eine geniale Idee – oder doch riskant? Wir klären auf!

Die Energiewende ist in vollem Gange: weg von Atomstrom, Kohle, Gas – hin zu erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind und Wasser. Der Anteil nachhaltiger Energiequellen am Bruttostromverbrauch lag laut Bundeswirtschaftsministerium 2022 bereits bei 46,2 Prozent, fünf Prozentpunkte über Vorjahr. Bis 2030 sollen es sogar 80 Prozent werden. Immer mehr Solaranlagen und die, so der Deutsche Wetterdienst, Rekordsumme von 359 Sonnenstunden sorgten – neben der starken Windkraftenergie – für einen deutlichen Anstieg an nachhaltigem Strom in Deutschland.

Wie kann ich in Solarenergie investieren?

An der Entwicklung der Solarbranche können Anleger:innen über Aktien, ETFs oder Anleihen partizipieren. Von den positiven Aussichten profitieren Hersteller von Modulen und Komponenten sowie entsprechende Dienstleister. Auch interessant: Zulieferer von Rohstoffen. Oder Solarteure, die sich um Planung, Installation und Wartung von Anlagen kümmern. Investieren kann man in eine Einzelaktie oder einen ganzen Aktienkorb über einen ETF. Über Anleihen – sogenannte Green Bonds – sammeln Unternehmen Geld von Anleger:innen ein und finanzieren einzelne Solarprojekte. Welche grünen Geldanlagen es sonst noch gibt und an welchen Ökosiegeln für Finanzprodukte du sie erkennen kannst, erklären wir hier noch einmal genauer.

Warum Solarenergie so gut ist

Investieren in Solarenergie ist eine gute Idee – weil sie Ressourcen schont und den Klimawandel verlangsamt! Energie aus Sonnenlicht ist regenerativ. Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen verringert sie die Umweltbelastung: Rund 232 Millionen Tonnen Treibhausgas wurden 2022 nach Angaben des Umweltbundesamts durch die Nutzung erneuerbarer Energien vermieden – davon 180 Millionen Tonnen allein beim Strom. Dafür ist zu 20 Prozent die Sonnenenergie verantwortlich, Tendenz steigend – auch weil die Bundesregierung Genehmigungen beschleunigen will. Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, sind täglich rund 43 Fußballfelder mit Solarpanelen zu bestücken.

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Welche Produkte zum Investieren gibt es?

Zunächst die Großen der Branche: Gemessen am Börsenwert sind der US- Modulhersteller First Solar (ISIN: US3364331070), Wechselrichter-Hersteller SolarEdge Technologies (US83417M1045) und Heimenergie-Spezialist Enphase Energy (US83417M1045) vorn dabei. Umsatzstärkster Player ist der chinesische Modulanbieter und Solarparkbetreiber JinkoSolar (US47759T1007). SMA Solar (DE000A0DJ6J9) führt bei den deutschen Anbietern. Die Auswahl an reinen Solar-ETFs ist klein: Der ETF Invesco Solar Energy (IE00BM8QRZ79) hat immerhin ein Fondsvolumen von 74 Millionen Euro. Alternativ: ein Investment in lokale Genossenschaftsanteile oder eine Direktanlage in Photovoltaikprojekte wie milkthesun.de.

Wie riskant ist es?

Solartitel sind kein entspanntes Pyjama-Investment! Aktien gehören zum Technologiesektor und sind entsprechend schwankungsintensiv. Besser: ein Investment in einen ETF. So lässt sich das Aktienrisiko breiter streuen und Schwankungen werden minimiert. Solaraktien eignen sich eher für risikofreudige Anleger:innen. Da es meist Wachstumstitel sind, stammen Renditen vor allem aus Kursgewinnen. Vorsicht bei Anleihen: Ein Zins von 5 bis 7 Prozent scheint auf den ersten Blick sehr attraktiv, birgt jedoch höhere Ausfallrisiken.

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