Gold: Warum es immer eine gute Anlage ist
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Gold: Warum es immer eine gute Anlage ist

Gold gilt als stabile Anlage, gerade in Krisenzeiten. Warum das so ist, wie wir am klügsten in Gold investieren und welche Risiken es gibt, das erklärt uns Robert Vitye, CEO der Solit Gruppe, im Interview.

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Warum sollte man Gold im Portfolio haben? Was ist der Reiz an dieser Anlageklasse?

Robert Vitye, CEO der SOLIT Gruppe: „Es gibt wirklich viele gute Gründe, in Gold zu investieren. Gold ist eine seit 6000 Jahren bewährte Anlageform. Das Edelmetall war eine der ersten Währungseinheiten überhaupt. Auch heute ist Gold noch ein wichtiger Bestandteil des Portfolios. Ein weiterer Vorteil: Gold ist im Gegensatz zu vielen anderen Geldanlagen eine leicht verständliche Anlageform. Ich kaufe einen Rohstoff zu einem bestimmten Preis, profitiere von der Absicherung und verkaufe ihn möglichst später mit Gewinn. Das ist schon alles, was man zum Einstieg dazu wissen muss. Über die unterschiedlichen Formen wie Barren oder Münzen kann man sich unkompliziert beraten lassen. Barren sind etwas günstiger im Preis, Münzen gibt es in kleineren Stückelungen und sie sind auch attraktiver gestaltet wie zum Beispiel die weltweit bekannteste südafrikanische Münze Krügerrand, aber auch die kanadische Maple Leaf oder der Wiener Philharmoniker. Nebenbei sind Edelmetalle auch eine haptisch sehr ansprechende Anlageform: Wer ein Stück Gold tatsächlich in den Händen hält, wird diese Faszination nachvollziehen können.

Edelmetalle sind einfach mehr als eine Geldanlage  auch durch ihre beeindruckende Entstehung, ihre lange Geschichte und die einfache Möglichkeit, sie zu Hause zu lagern und so jederzeit darauf zugreifen zu können. Größere Bestände können Sie auch ganz bequem in Hochsicherheitsräumen einlagern lassen. Und wer unabhängig handeln möchte, kann dies auch mit unserer flexgold-App rund um die Uhr direkt erledigen, wenn der Goldpreis gerade günstig ist.“

Robert Vitye, Solit Gruppe, im Interview mit finanzielle

Robert Vitye ist CEO der Solit Gruppe

studierte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz Betriebswirtschaftslehre und ist seit über 20 Jahren erfolgreicher Unternehmer. Der Hauptfokus seiner Tätigkeit liegt auf der Entwicklung zeitgemäßer und bedarfsgerechter Anlagekonzepte. Darüber hinaus ist er regelmäßig als Referent und Autor zu Kapitalmarktthemen tätig.

Welche Rolle spielen vor diesem Hintergrund die aktuelle wirtschaftliche Lage, die Inflation und die geopolitische Unsicherheit bei der Entscheidung, in Gold zu investieren? Gibt es bestimmte Zeiten oder Bedingungen, zu denen Goldinvestitionen besonders attraktiv sein können?

Im Augenblick braut sich, wie bei einem Gewitter, eine Gemengelage an Krisen zusammen, die sich gegenseitig noch verstärken. Inflation, Krieg, Energie- und Klimakrise, das sind alles sehr existentielle Themen. Im Goldhandel sehen wir immer wieder, dass gerade zum Ausbruch einer Krise viele Anleger in Gold investieren. Edelmetalle vermitteln den meisten Menschen Sicherheit und darauf kommt es ihnen in dem Moment an. Das sind Käufe, die ich sehr gut nachvollziehen kann, aber grundsätzlich kann es natürlich besser sein, strategisch in Edelmetalle zu investieren.

Eigentlich ist es sehr einfach: Der beste Zeitpunkt zur Investition ist dann, wenn der Goldpreis niedrig ist. Der weltweit gültige Goldpreis wird zweimal am Tag festgesetzt und daran orientieren sich die Händler. Bei allen seriösen Goldhändlern wie bei GoldSilberShop.de werden sie online einen öffentlichen Goldpreis finden, der sich alle fünf Minuten aktualisiert. Im Frühjahr war der Goldpreis nahe seinem Allzeithoch. Anfang Oktober stand der Goldpreis niedrig. Entsprechend wäre es also günstig gewesen, zu kaufen. Die aktuellen Goldpreise zeigt unsere flexgold App in Echtzeit an. Es gibt viele gute Prognosen zu Edelmetallen, aber weil Rohstoffpreise von sehr vielen Faktoren abhängen wie Zinshöhe, Dollarstärke, Nachfrage durch Industrie und besondere Krisen, ist es kaum möglich, eine 100-prozentige Vorhersage zu treffen. Und da die meisten von uns auch nicht die Zeit haben, sich rund um die Uhr mit dem Goldpreis zu beschäftigen, ist es am besten, regelmäßig zu einem festgelegten Termin eine bestimmte Summe zu investieren. Dadurch kaufen Sie mal zu einem sehr günstigen Preis und mal zu einem höheren, aber insgesamt nutzen Sie den cost average effect, also den Durchschnittskosteneffekt und liegen so mit minimalem Aufwand beim besten Preis. Goldsparpläne sind da sehr hilfreich.“

Die „Faustregel“, dass sich Gold konträr zu risikoreichen Anlageklassen wie Aktien entwickelt – gilt sie noch?

Es gibt Börsenregeln, die sich tatsächlich heutzutage überholt haben. „Sell in may and go away“ ist eine Regel der aristokratischen, englischen Oberschicht aus dem 17./18. Jahrhundert, die sich darauf verständigt hatte, die Sommermonate nicht zu handeln und stattdessen mit den Aktienverkäufen die Reise an die See zu finanzieren. Es gibt aber Regeln, die rein faktisch unveränderbar sind, aber durch das Zusammenspiel anderer Wirtschaftsfaktoren manchmal nicht zum Tragen kommen. Gold ist unveränderbar ein Gegenspieler von zinsabhängigen Anlagen. Wenn die Zinsen steigen, sind Anlagen, wie Anleihen, Festgeld und Tagesgeld, die Rendite durch den Zins erbringen, gefragt. Wenn die Zinsen wie in den letzten Jahren künstlich niedrig gehalten werden, dann sind Edelmetalle besonders attraktiv.

Der Goldpreis ist aber noch von einigen anderen Faktoren abhängig. Die Inflation bedingt in der Regel, dass Unternehmen sparen müssen und entsprechend Aktien nicht so starke Ergebnisse liefern. Das ist gut für das Gold. Solange aber die Zentralbanken die Zinsen erhöhen, wächst die Attraktivität der zinsabhängigen Anleihen. Das beeinflusst den Goldpreis. Da aber viele Menschen auf den Inflationsschutz von Gold bauen und bei ansteigender Inflation Gold kaufen, ist dies wiederum gut für den Preis. Als weiteres kommt die Stärke des Dollars hinzu. Wie alle Rohstoffe ist auch Gold an die Leitwährung des Dollars gebunden. Ist der Dollar schwach, ist dies für den Goldpreis günstig und umgekehrt. Daneben bestimmen auch Angebot und Nachfrage den Preis. Viele Zentralbanken kaufen zur Absicherung Gold in großen Mengen, aber auch Großinvestoren können den Preis beeinflussen.

Die Grundregel stimmt also noch, nur manchmal wird sie von anderen Faktoren überlagert. Was man aber mit Sicherheit sagen kann: Zur Absicherung 5-10 % des Portfolios in Edelmetallen zu halten, ist sehr empfehlenswert. Gold ist ein langfristiges Investment zur Absicherung, das man nicht von kurzfristigen Kursschwankungen abhängig machen sollte.“

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Welche verschiedenen Möglichkeiten gibt es, in Gold zu investieren, und welche Vor- und Nachteile haben sie? Bzw. wie unterscheidet sich physisches Gold (z.B. Münzen oder Barren) als Investition von Goldaktien oder ETCs?

„Es gibt im Wesentlichen vier Möglichkeiten in Edelmetalle zu investieren: Die einfachste Variante ist es, physische Goldbarren oder Münzen zu kaufen. Meiner Meinung nach die einfachste und effektivste Art Gold als Absicherung des Portfolios zu nutzen. Man ist selbst Eigentümer des Goldes und kann jederzeit darauf zugreifen. Nach einem Jahr Goldbesitz ist es steuerfrei. Und manche Anlagemünzen können sogar mit der Zeit einen zusätzlichen Sammlerwert entwickeln. Beim Krügerrand ist das zum Beispiel der Krügerrand 1967 – also die erste Goldanlagemünze überhaupt -, und die limitierten Sonderauflagen sowie die Platinummünze 2017. Hier bestimmen Angebot und Nachfrage bei den Sammlern den Preis. Voraussetzung ist, dass ich mich vorab um das Thema Lagerung kümmere. Bei kleineren Münzen kann ich Edelmetalle unbedenklich zu Hause aufbewahren. Bei größeren Beständen wäre eine professionelle Lagerung sinnvoll.

Oder Sie investieren in börsennotierte Wertpapiere wie Gold-ETC oder Gold-ETFs, die auf dem Edelmetall basieren. Der Handel funktioniert relativ einfach über die Börse, da sie wie Aktien gehandelt werden. Die Kosten sind gering, weil die Verwaltungskosten für ETFs oft niedriger als bei anderen Fonds. Ein Gold-ETF hält normalerweise physisches Gold und bietet so auch eine gewisse Diversifikation. Nachteile sind die Managementgebühren: Es gibt Verwaltungsgebühren für Gold-ETFs und der Anleger besitzt nicht direkt das Gold, sondern hat nur einen Anspruch darauf.

Eine weitere Möglichkeit: Sie kaufen Aktien von Goldminen. Hier profitieren sie von der Hebelwirkung: Die Aktien von Goldminenunternehmen können eine höhere Rendite im Vergleich zum tatsächlichen Goldpreis bieten. Einige Goldminenunternehmen zahlen auch Dividenden an ihre Aktionäre. Sie investieren eben nicht direkt in Gold, sondern in ein Unternehmen, das in der Goldproduktion tätig ist. Dementsprechend profitiert man auch nicht von einer Diversifikation oder Absicherung, sondern trägt mittelbar auch das Unternehmensrisiko. Der Aktienkurs von Goldminenunternehmen kann von Faktoren wie Managemententscheidungen, Betriebskosten und politischen Risiken beeinflusst werden. Der Aktienmarkt kann volatil sein und der Preis von Goldminenaktien kann von anderen Faktoren als dem Goldpreis beeinflusst werden.

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Die letzte Variante würde ich nur Profis empfehlen: Auf Gold-Futures und Optionen spekulieren. Sie können mit einem relativ geringen Kapitaleinsatz auf Preisbewegungen am Goldmarkt setzen. Futures und Optionen sind für kurzfristige Wetten auf Preisbewegungen gut geeignet.

Aber hier besteht ein hohes Risiko: Der Handel mit Derivaten kann riskant sein und erfordert ein tiefes Verständnis des Marktes. Außerdem sind diese Anlageformen zeitlich stark begrenzt: Optionen haben ein Verfallsdatum, und Futures erfordern möglicherweise regelmäßige Anpassungen.

Letztlich kommt es immer darauf an, was man mit dem Goldkauf bezweckt. Wenn man den höchsten Gewinn anstrebt, liegt man vermutlich mit Goldminenaktien am besten. Wenn man eine Absicherung des Portfolios oder Krisenvorsorge anstrebt, ist physisches Gold ideal.“

Welche Risiken sind mit Investitionen in Gold verbunden, und wie können Anleger diese Risiken minimieren?

„Risiko ist ein großes Wort: Bei Edelmetallen als Geldanlage und Absicherung des Portfolios sehe ich kein klassisches Risiko der totalen Entwertung, wie bei vielen anderen Geldanlagen. Edelmetalle haben über die letzten 6000 Jahre nie ihren Gegenwert komplett verloren. Ich würde Edelmetall nicht als kurzfristigen Trade zum schnellen Gewinn einsetzen, sondern immer langfristig anlegen. Dann hat man auch später die Zeit, den optimalen Zeitpunkt zum Verkauf festzusetzen.“

Zitat von Robert Vitye, CEO der SOLIT Gruppe

Welche Gebühren und Kosten sind mit verschiedenen Goldinvestitionsoptionen verbunden, und wie können Anleger diese Kosten minimieren?

„Beim Kauf von Gold fällt eine Gebühr für den Händler an. Hier sollten Sie die Preise und – soweit sie nicht in einem Laden vor Ort kaufen – auch die Versandkosten vorab vergleichen. Dazu bietet sich zum Beispiel Gold.de, das führende unabhängige Preisvergleichsportal für Edelmetalle an. Gold sollten Anleger mindestens ein Jahr halten, um von der Steuerbefreiung zu profitieren. 

Bei einer externen Aufbewahrung in einem Hochsicherheitslager sollten Sie Kosten und Bedingungen der verschiedenen Anbieter genau prüfen. Meines Erachtens macht es Sinn, die Angebote der Goldhändler wie GoldSilberShop.de zu nutzen, die jahrelange Erfahrung im Edelmetallgeschäft haben. Mit der neuen App flexgold können Sie Ihre Bestände jederzeit einsehen und haben alle Werte im Überblick. Das ist sehr transparent und natürlich sehr komfortabel.“

Wie sieht es mit Nachhaltigkeit aus – auf was muss ich diesbezüglich achten, wenn ich Gold kaufen will?

„Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Achten Sie zunächst auf die Good Delivery Zertifizierung bei Goldbarren. Diese Auszeichnung stammt von der London Bullion Market Association (LBMA), dem größten außerbörslichen Handelsplatz für Gold. Das Zertifikat garantiert zunächst die höchste Reinheit des Goldes und sichert zu, dass die Hersteller die Menschenrechte beachten, rechtlich einwandfrei handeln und die Mindestanforderungen zum Schutz der Umwelt einhalten. Das ist ein erster Schritt.

Nachhaltige Barren gehen aber noch weiter. Es gibt Green Gold von Valcambi und Responsible Gold von Auropelli das folgende Aspekte berücksichtigt:

  • verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen
  • verminderter CO2 – Ausstoß bei den Produktionsprozessen
  • verminderter Chemikalieneinsatz bei der Produktion
  • Einhaltung aller Menschenrechte bzw. aller Vorschriften von OECD, LBMA, NEPA, IAIA, ILO und UN
  • garantiert keine Kinderarbeit (Das Gold stammt aus Minen in Nevada, nicht aus Südamerika oder Afrika.)
  • LBMA-zertifizierter, renommierter Hersteller
  • zuverlässige Verfügbarkeit

Es geht aber noch besser: Umweltfreundliches Gold wird aus Recycling-Gold hergestellt. 

Nachhaltige Goldbarren aus Recycling-Gold werden vorrangig von C. Hafner, Heimerle + Meule und Umicore angeboten. Hersteller wie C. Hafner achten auch bei der Produktion auf umweltfreundliche Prozesse. Die Pforzheimer Scheideanstalt verarbeitet mit modernsten Verfahren und unter besonderem Einsatz regenerativer Energien ausschließlich Sekundärgold und reduziert so maßgeblich den CO2-Ausstoß.

Umicore hingegen gilt als marktführend für die Aufbereitung von Elektroschrott – eine wichtige Aufgabe angesichts der Unmengen von Elektromüll durch unsere moderne Lebensweise. Dieser Schrott enthält viele wertvolle Rohstoffe, darunter auch Edelmetalle wie Gold und Silber.

Es gibt also viele Möglichkeiten, auch in nachhaltiges Gold zu investieren.“

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