Gold im Depot: Barren, Münzen, ETCs - die besten Tipps
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Gold im Depot: Barren, Münzen oder ETCs?

Barren, Münzen, ETCs - viele Wege führen zu Gold im Depot. Wir stellen die wichtigsten vor und geben Tipps!

Gold im Depot: So vergoldest du deine Anlagen richtig!

Physisches Gold kaufen

Physisches Gold zu kaufen, bedeutet, das Edelmetall direkt zu erwerben. Hier steht tatsächlich die Idee von Gold als Krisenwährung im Fokus, denn es ist im Ernstfall physisch vorhanden und verfügbar. Die häufigste Art, direkt in Gold zu investieren, ist der Kauf von Goldbarren. Sie reichen typischerweise von einem Zehntel einer Feinunze (circa 31,1 Gramm) bis hin zu einem Kilogramm. Auf Goldbarren sind Name des Herstellers, Gewicht und Reinheit eingeprägt.

Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Barren einen Feingoldgehalt von 99,99 Prozent hat, ansonsten ist das Gold schwer weiterzuverkaufen. Einige Banken und Goldhändler achten beim Ankauf auch darauf, dass es die London Bullion Market Association (LBMA) zertifiziert hat. Wenn du Gold in kleineren Einheiten bevorzugst, kannst du auch auf Münzen setzen. Hier sind zwar die Prägekosten im Verhältnis zum Wert des Golds höher, dafür lassen sich Münzen im Krisenfall leichter tauschen. Setze am besten außerdem auf sogenannte Anlagemünzen, die international anerkannt sind. Dazu zählen Krügerrand, Eagle oder Maple Leaf. Auch die Seriosität des Händlers ist wichtig. Wenn du das Gold online kaufen und dir zusenden lassen willst, findest du auf www.gold-preisvergleich.de oder auf www.gold.de die besten Angebote. Bei der Händlerauswahl solltest du drauf achten, dass der Anbieter Mitglied im Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels ist. Bevorzugst du Beratung, bist du bei Händlern wie Pro Aurum oder Degussa gut aufgehoben. Wenn du auf Nachhaltigkeit Wert legst, frage nach recyceltem Gold oder achte auf das Fair-Trade-Siegel, das Mindeststandards beim Abbau garantiert.

Wichtig ist zudem, wo du das Gold aufbewahrst:

Es empfiehlt sich, das Gold in ein Schließfach zu legen (Kosten circa 50 bis 100 Euro im Jahr). Bei der Lagerung zu Hause ist eine Hausratversicherung ratsam, die für einen möglichen Verlust des Edelmetalls aufkommt. Welche Versicherungen man wirklich braucht, erklären wir dir hier noch einmal ganz genau mit Hilfe von Finanzexpert:innen.

Gold kaufen: Darauf solltest du achten

  • Feingoldgehalt von 99,99 %
  •  zertifiziert von der London Bullion Market Association (LBMA) 
  • Münzen wie Krügerrand, Eagle oder Maple Leaf lassen sich leichter tauschen
  • seriöse:n Händler:in wählen
  • auf Nachhaltigkeit achten
  • im Schließfach lagern

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Gold als Wertpapier

Wenn du Gold vor allem als Stabilitätsanker im Depot haben willst, bist du mit Wertpapieren, die den Goldpreis abbilden, gut bedient. Wir erklären übrigens hier noch einmal Schritt für Schritt, wie du ein Depot eröffnen kannst.

Dabei bieten sich vor allem sogenannte Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities) an, in die du schon mit kleinen Summen investieren kannst. ETCs sind Schuldverschreibungen, welche die Entwicklung von Rohstoffpreisen abbilden – in diesem Fall von Gold. In Deutschland müssen Gold-ETCs vollständig mit physischem Gold hinterlegt sein. Bei einigen ETCs, zum Beispiel dem sogenannten Euwax-Gold II (ISIN: DE000EWG2LD7) von der Börse Stuttgart und Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0) von der Börse Frankfurt, hast du sogar Anspruch darauf, dir das hinterlegte Gold bei Bedarf nach Hause liefern zu lassen. Das bringt auch Steuervorteile mit sich: Gewinne mit Xetra-Gold und Euwax-Gold sind aufgrund der physischen Hinterlegung und der Auslieferungsmöglichkeit nach Ablauf eines Jahres steuerfrei – dies gilt übrigens auch für Veräußerungsgewinne von Barren oder Münzen.

ETCs ohne die Möglichkeit, sich das Gold nach Hause liefern zu lassen, gelten hingegen als Wertpapiere und es fällt eine Abgeltungsteuer von 25 Prozent auf Veräußerungsgewinne an – auch nach einer Haltedauer von einem Jahr. Unbedingt beachten solltest du auch das Thema Freistellungsaufträge, damit du nicht die Übersicht verlierst.

Völlig ohne Risiko sind die ETCs trotz der physischen Hinterlegung des Golds nicht: Wird der Herausgeber des ETC zahlungsunfähig, wird das hinterlegte Gold Teil der Insolvenzmasse. Im schlimmsten Fall droht dir dann ein Totalverlust. Bei Gold-ETFs, bei denen das hinterlegte Gold Sondervermögen ist, wäre das nicht der Fall, allerdings sind ETFs, die ausschließlich in physisches Gold investieren, in Deutschland nicht zugelassen.

Wer nachhaltig in Gold investieren will, hat es unterdessen noch schwer. Eine Möglichkeit ist etwa der boerse.de-Gold-ETC (ISIN: DE000TMG0LD6), bei dem sogenanntes Responsible Gold hinterlegt ist. Der ETC ist allerdings noch nicht lange am Markt.

Gold als Wertpapier kaufen: Darauf solltest du achten

  • ETCs mit physischer Hinterlegung sind nach Ablauf eines Jahres steuerfrei
  • ETCs ohne gelten als Wertpapiere und unterliegen der Abgeltungssteuer von 25%
  • Bei Insolvenz des Herausgebers droht der Totalverlust
  • Nachhaltigkeit ist bei ETCs noch lange nicht gegeben

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© Marcus Witte
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