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Depot eröffnen – Schritt für Schritt erklärt

Du willst in Aktien investieren? Dann musst du zunächst ein Depot eröffnen. Expertin Anja Ciechowski weiß, wie das funktioniert und wo du die besten Konditionen für dein erstes Depot bekommst.

Schritt eins vor jedem Aktienkauf: Depot eröffnen

Bevor du Aktien, Fonds oder ETFs kaufst, musst du ein Depot eröffnen. Doch wie findest du das passende? Worauf musst du achten? Und: Was genau ist eigentlich ein Depot? 16 Facts, die dir bei der Frage „Wie finde ich das richtige Depot“ helfen, haben wir hier für dich geklärt!

„Ein Depot ist der Aufbewahrungsort für Wertpapiere, wenn man in Bildern sprechen will, so etwas wie eine Geldbörse oder ein Tresor“, erklärt Anja Ciechowski, Redakteurin bei dem Geld-Ratgeber Finanztip. Wertpapiere werden inzwischen ausschließlich elektronisch aufbewahrt, eine physische Urkunde gibt es nicht mehr.

Anja Ciechowski von Finanztip: „Das Depot ist so etwas wie eine Geldbörse oder ein Tresor.“

Wo eröffnest du dein Depot am besten?

Das Depot ist also so etwas wie die Eintrittskarte für die Börse. Einrichten kann man das Depot entweder bei der Hausbank wie der Sparkasse oder Volksbank, bei einer Direktbank oder bei Onlinebrokern. Wenn du das Depot bei deiner Hausbank anlegst, hat das den Vorteil, dass du dich persönlich in deiner Filiale beraten lassen kannst.

„Die Hausbank ist zwar eine solide, aber auch ziemlich teure Lösung“, sagt Ciechowski. Jeder, die einigermaßen online-affin ist, würde sie davon abraten. „Hausbanken lassen sich einzelne Transaktionen und die Aufbewahrung ziemlich großzügig bezahlen. Je teurer das Depot ist, desto schmaler ist die Rendite.“

Direktbanken sind nicht nur günstiger, bei ihnen ist das Ganze auch etwas übersichtlicher, weil du Girokonto, Kreditkarte und dein Depot unter einem Dach hast. Laufende Verwahrgebühren gibt es nicht.

Je teurer das Depot ist, desto schmaler ist die Rendite

Die günstigste Möglichkeit, um ein Depot zu eröffnen, bieten die Onlinebroker: „Wir haben bei Finanztip 26 Anbieter unter die Lupe genommen. Empfehlenswerte Depots mit den niedrigsten Gebühren findest du bei den Online-Brokern Scalable Capital (Free Broker), Smart Broker und Trade Republic“, sagt Anja Ciechowski.

Sie empfiehlt jedoch auch Direktbanken, zum Beispiel die Ing, Comdirect, die Consorsbank oder die DKB. Es komme neben den Kosten natürlich auch darauf an, welche Benutzeroberfläche man bevorzuge. Zahlreiche Onlinebroker bieten ihre Dienste zum Beispiel nur über eine Smartphone-App an. Über den Browser deines Rechners kannst du also nicht aufs Depot zugreifen.

Für Anja Ciechowski kein Problem. „Ich bin bei Trade Republic und finde es sehr praktisch, immer auf meinem Smartphone nachschauen zu können.“ Das sei aber nicht nur vorteilhaft: „Man schaut dann natürlich öfter mal nach als man eigentlich sollte und müsste. Es würde reichen, einmal im Monat nachzuschauen, eigentlich eher einmal im Jahr.“

Am vielseitigsten und am günstigsten sind Onlinebroker. So bietet beispielsweise Trade Republic 1504 kostenlose Sparpläne ab einer möglichen Sparrate von 25 Euro an. Einzelorder kosten jeweils eine Gebühr von einem Euro.

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Im direkten Vergleich schneiden die Hausbanken wirklich schlecht ab: Ein Vergleich von Finanztip hat ergeben, dass, wer 5000 Euro für zehn Jahre in einem Depot anlegt, bei der Sparkasse München rund 475 Euro dafür bezahlen würde, bei Direktbanken zehn Euro und bei Onlinebrokern nichts.

„Unser aller Rente wird nicht ausreichen, das Geld auf dem Tages- oder Festgeldkonto zu horten, auch nicht“, betont die Podcasterin von Auf Geldreise. Und rät bei der aktuellen Zinslage für einen langfristigen Vermögensaufbau eigentlich allen dazu, ein Depot zu eröffnen und in Aktien zu investieren.

Sparpläne bieten Flexibilität

Mehr Rendite bedeutet jedoch immer auch mehr Risiko. Dieses lässt sich gut verringern, indem man in die einfache, kostengünstige und breit aufgestellte Variante von Aktien investiert. Deswegen setzt Anja Ciechowski auf ETF-Sparpläne in ihrem Depot. Ein Sparplan funktioniert dabei wie eine Art Dauerauftrag und kauft monatlich oder quartalsweise ETF-Anteile. Der Vorteil von Sparplänen, so die Redakteurin: „Man ist besonders flexibel und kann je nach finanzieller Situation die Zahlungen erhöhen oder verringern. Das ist schon sehr praktisch. Und bei Kurzarbeit kann man den Sparplan zum Beispiel auch einfach mal ruhend stellen. Auf dem Girokonto gibt es momentan sogar Negativzinsen, auf dem Tageskonto liegen die Zinsen gerade mal bei 0,25 Prozent. Bei Aktien gibt es 5 bis 7 Prozent, das lohnt sich enorm.“

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"Unser aller Rente wird nicht ausreichen."

So eröffnest du dein Depot

Auch das Depot zu eröffnen ist kein Hexenwerk: Führst du schon ein Girokonto bei einer Direktbank und möchtest zusätzlich das Depot freischalten lassen, musst du normalerweise nicht noch einmal deine Identität nachweisen. Als Neukundin funktioniert das über ein Video- oder Postident-Verfahren und du kommst um ein paar Angaben nicht herum: Die Depotbank fragt bei der Antragseröffnung nach Daten wie Anschrift, Kontoverbindung oder Gehalt. 

Außerdem musst du deine bisherigen Erfahrungen mit Wertpapieren auf einer Skala eintragen. Solltest du später einmal Wertpapiere kaufen, die deinen hinterlegten Kenntnisstand übersteigen, würde die Bank beziehungsweise der Broker eine Warnung aussprechen. „Das ist dann kein Ausschlussgrund für einen Kauf, der wird dir nicht verboten, sondern du wirst einfach nochmal darauf hingewiesen, dass das vielleicht eine Nummer zu groß für dich ist. Ein ‚ok, verstanden‘ reicht da schon aus. Aber natürlich möchte ich auch noch einmal mit Nachdruck sagen: Nie etwas kaufen, was du nicht verstehst!“

Bist du keine Bestandskundin, dauert es etwa zwei Wochen bis das Depot startklar ist. Dann kannst du mit dem Wertpapiertkauf loslegen. Eröffnest du ein Depot bei deiner Hausbank, kannst du sofort starten.

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