Frau hält Blätterherz: Finanzfragen für Paare
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Diese 7 Finanzfragen sollten sich Paare unbedingt stellen

Über Geld sprechen, während man gerade frisch verliebt ist? Eine gute Idee! Schließlich gehört die Kommunikation über Finanzen zu einer guten Beziehung dazu! Hier kommen ein paar Ideen, wie Paare ihre Finanzfragen ansprechen können.

Im siebten Himmel? Höchste Zeit, um über Geld zu reden!

Kommunikation ist einer der wichtigsten Faktoren für das Funktionieren einer Beziehung, doch nicht alle Themen erhalten dabei die gleiche Aufmerksamkeit. Viele Paare einigen sich schon früh,ob sie mal Kinder haben wollen, wissen die unterschiedlichen Interessen des Partners und besprechen ihre Bedürfnisse. Doch nur selten wird auch über Finanzen gesprochen. Gerade, wenn man frisch verliebt ist, sind Finanzen ein eher unromantisches Thema, aber im Laufe einer Beziehung wird es zwangsläufig relevant. Sich vor dem Thema zu verstecken ist auch keine Lösung und kann die Beziehung sogar gefährden. Ein Viertel aller Deutschen sagen, dass Finanzen bei ihnen schon mal zum Streitthema wurden und fünf Prozent gaben es sogar als Trennungsgrund an. Dabei kann ein offener Umgang mit dem Thema die Beziehung stärken, Vertrauen schaffen und eine gute Möglichkeit sein, die gemeinsame Zukunft zu planen. Deswegen haben wir für euch 7 zentrale Finanzfragen ausgemacht, die sich Paare unbedingt stellen sollten.

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1. Wie organisieren wir unsere Finanzen?

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, einige bevorzugen getrennte Konten, während andere alles gemeinsam nutzen. Laut einer Umfrage der Postbank entscheiden sich immer mehr Paare für getrennte Konnten, nur noch 33% haben ein gemeinsames. Niemand ist dazu verpflichtet, alles auf einem Konto zu haben, viele Paare empfehlen das 3-Konten-Modell (ein Alltagskonto für Miete, Strom und Co., ein Sparkonto und ein Spaßkonto). So muss man sich nicht streiten, wer das Essen bezahlt, sondern kann gemeinsame Ausgaben vom Gemeinschaftskonto tilgen und bleibt trotzdem finanziell unabhängig. Ob ein Gemeinschaftsdepot zu euch passt, solltet ihr gut überlegen. Wir zeigen Vor- und Nachteile auf.

2. Wie gehen wir mit monatlichen Ausgaben um?

Ob mit gemeinsamem Konto oder nicht, spätestens, wenn man sich einen Haushalt teilt, muss man sich auch über die gemeinsamen monatlichen Ausgaben unterhalten. Es kann dabei z.B. sein, dass man völlig unterschiedliche Lebensstandards gewohnt ist und sich erst einmal auf Bedürfnisse und Prioritäten einigen muss. Dabei kann über die monatlichen Restaurantbesuche und den
Toilettenpapiereinkauf alles ins Gewicht fallen. Wer übernimmt also welche Ausgaben und was ist uns wichtig?

3. Wie planen wir für unsere Zukunft?

Wer die ersten Hürden geschafft hat, kann anfangen, auch langfristig gemeinsam zu planen. Haben wir gemeinsame Ziele, wie ein Eigenheim, eine besondere Reise oder kümmern wir uns gemeinsam um unsere Altersvorsorge? Sich früh darüber im Klaren zu sein, kann später von großem finanziellen Vorteil sein.

4. Haben wir Versicherungen und/oder Notfallfonds?

Versicherungen und Notfallfonds sind wichtig, um sich in Fällen von Krankheit und oder Unfällen abzusichern, fast 50% aller Paare greifen darauf zurück, besonders Familien mit Kindern. Sie können auch in schwierigen Situationen den Lebensstandard sichern und unabhängiger machen. Hier erklären wir euch nochmal ganz genau, welche Versicherungen man wirklich braucht.

5. Wie gehen wir mit Schulden und finanziellen Rückschlägen um?

Schulden können eine große Belastung sein, und der Umgang damit ist für Paare eine echte Herausforderung. Deshalb sollte man im Vorhinein abklären oder ausprobieren, wie resilient man demgegenüber ist. So kann man verhindern, dass sich daraus große Probleme für die Beziehung ergeben. Auch finanzielle Rückschläge können zu Krisensituationen führen, investiert man bspw. gemeinsam ist es deshalb besonders wichtig, dass beide ausreichend informiert sind.

6. Wie gehen wir mit finanziellen Meinungsverschiedenheiten um?

Es ist normal, wie bei anderen Themen auch, unterschiedliche Ansichten und Angewohnheiten zu
haben, man sollte mit Konflikten um die Finanzen aber offen und konstruktiv umgehen, um Lösungen zu finden, mit denen beide zufrieden sind. Kompromissbereitschaft ist besonders in diesem Bereich von Relevanz. Es gilt, Lösungen zu finden, mit denen beide Partner:innen dauerhaft zufrieden sein können. Sie leistet Care-Arbeit und verzichtet auf Gehalt und somit auch Rente? Aber wie gleicht man das in einer Partnerschaft aus? An dieser Stelle lohnt es sich oft, Finanzexpert:innen hinzuzuholen, die Vor- und Nachteile einzelner Modelle kennen und Ideen für eine Lösung mitbringen.


7. Wie gehen wir mit finanziellen Unterschieden um, wer verrichtet Care-Arbeit und wie wird die
entlohnt?

In Deutschland verrichten Frauen die meiste Care-Arbeit, fast doppelt so viel wie ihre männlichen Lebensgefährten. Dabei stellen Frauen häufig ihre eigene Karriere in den Hintergrund und verdienen weniger. Deshalb sollte man auch darüber reden, inwiefern sich beide Parteien an Haushalt und Kindererziehung beteiligen und ob man bei Mehrarbeit einen finanziellen Ausgleich schafft – und wenn ja, wie hoch der ausfällt. Besonders wichtig ist, dass für Frauen keine Rentenlücke entsteht, d.h. es gilt, die durch Teilzeitarbeit geringer ausfallende Rente rechtzeitig privat aufzustocken oder durch andere Modelle für den Vermögensaufbau gegenzusteuern. Wie ihr eure Rentenlücke berechnen könnt, erklären wir euch hier genau. Außerdem: Finanzielle Vorsorge für Mütter: So klappt es auch mit einem kleinen Budget!

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© Marcus Witte
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